Donnerstag, 6. Mai 2010

The longest Post ever - Sorry for the delay...

...Über Nacht hab ich mich dann auf den Weg nach Winnipeg, Manitoba gemacht. Morgens angekommen erst mal die Zähnchen geputzt und kurz die Harre gewaschen und dann mit dem Bus in die Innenstadt gefahren, die eine halbe Stunde weit weg war. Die waren nämlich so klug und haben die Greyhound Station neben den Flughafen gebaut und so muss man erst mal sehen wie man dahin kommt, wo was los ist. Oder man könnte sich überlege: warum haben sie die Greyhound Station neben den Flughafen gemacht und nicht in der nähe der Innenstadt. Antwort: Winnipeg ist einfach mal tot langweilig und niemand will in die Innenstadt. Die Busfahrt entpuppte sich als eine nerventötende Angelegenheit, weil mich so eine alte Dame, wie ich nett formulieren möchte, die ganze Zeit dermaßen vollgelabert hat, dass nicht mal 10 Sekunden ausruhen möglich waren. Hab dann immer nett gelächelt und genickt und sicherlich dadurch die eine oder andere Frage NICHT beantwortet. In der Stadt dann angekommen: herrliches Wetter, viele Geschäfte und komische Menschen. Diese Stadt beherbergt wirklich viele interessante Menschen, die durch ihren Look besonders auffallen. Da hab ich mich doch erst mal in eine Mall gesetzt und ein bisschen geskypt. Musste einfach sein. Anschließend bin ich dann noch in das Royal Art Museum von Winnipeg gegangen und hab mir wirklich tolle Kunstgegenstände angesehen. Durch meinen wieder mal erschummelten Studentendiscount war die ganze Sache auch recht erschwinglich. Den Tag hab ich dann noch durch einen Stadtspaziergang abgerundet und mich dann zurück zur Greyhound Station am Flughafen Winnipegs gemacht. Dieses Mal ohne viel Gelaber, hab ich die Fahrt entspannt genießen können und bin überpünktlich im Terminal angekommen. Es gab aber auch einfach nichts zu sehen in Winnipeg, warum ich hätte länger Downtown bleiben sollen. So hab ich dann noch zwei Stunden gelesen und mich in den Greyhound nach Thunder Bay gesetzt.

Thunder Bay, Ontario war die nächste Destination, die ohne eigenes Auto der größte Flopp meiner Reise war. Alles Interessante liegt 40 km außerhalb von Thunder Bay und somit konnte ich mir, in den ewig langen 12 Stunden Aufenthalt, nur das Südliche Downtown ansehen und den Seeblick bewundern. Warum südliches. Diese komische Stadt besitzt auch noch ein Nördliches, in dem noch weniger der Bär steppt als im südlichen. Südliches Downtown Thunder Bays war demnach nicht so der Bringer und so konnte ich nur 6 Stunden totschlagen. Was soll ich denn bitte zur Hölle noch 6 Stunden machen? Ich hab mir für die nächste Beste Mall entschieden. Ein bisschen was gegessen, ausgeruht, Leute beobachtet (immer wieder amüsant) und Window shopping betrieben und dann waren es nur noch 3 Stunden. Was ich drei Stunden in der Mall gemacht hab ist mir bis heute ein Rätsel. Die anderen drei Stunden waren dann auch echt lang, doch glücklicherweise konnte ich mich durch meinen ewigen Aufenthalt vordrängeln und so einen Doppelsitz im Bus ergattern, was bei den folgenden 22 Stunden Busfahrt schon von Vorteil war. Von Thunder Bay nach Toronto dauert es nämlich genau diese Zeit. Ewigkeiten um genau zu sein, die ich jedoch durch geschicktes 10 Stunden schlafen, fünf Stunden Musik hören und sieben Stunden Naturbewunderung, mit vielen Seen, gut rumgekriegt habe! In Toronto angekommen wurde ich den herzlichst von Kris und seinen Freunden in Empfang genommen, die sogar ein „STASIK“ –Schild r mich gebastelt hatten und mir somit trotz starker Müdigkeit ein breites Lächeln auf das Gesicht gezaubert und Freude in mir ausgelöst haben. J Feste Umarmung mit Kris, kurzes Kennenlernen mit den anderen und dann noch eine Stunde Bahn- und Busfahrt und dann endlich angekommen im Turtle Inn. Duschen (die letzte Dusche, muss ich jetzt ekeliger Weise mal erwähnen lag schon etwas zurück. Nämlich in Saskatoon, was schon einige Tage und Nächte her war! Um genau zu sein 3. Wenn ich drüber nachdenke: echt pervers!) und ab ins Bett und am nächsten Tag erst mal schöööön ausschlafen. Ok…mein Bett war eine Luftmatratze, die in Kris´ und Jonnys Zimmer lag und somit den kompletten Schrank versperrte. Vernünftig laufen konnte man auch nicht mehr und so sprang man eher über Kissen, Rucksäcken und meiner Matratze. Nochmal herzlichen Dank an Jonny, dass er mich dort hat übernachten lassen, denn eine günstigere und bessere Unterkunft hätte ich nicht finden können. 20$ die Nacht inklusive Frühstück ist doch Top. Über weitere Gegebenheiten könnt ihr einfach Kris Gästeeintrag lesen.

Wie schon erwähnt hab ich erst mal ausgeschlafen und bin dann Dowontown Torontos gefahren und wollte eigentlich auf den CN Tower, der einst das höchste Gebäude der Welt war. Durch frühzeitiges aussteigen aus der Bahn und langes laufen durch die Stadt hab ich es aber dann nur noch bis zum Turm geschafft und mir einen kleinen Blick auf die Preise erhaschen können. Das ich nicht in Ohnmacht gefallen bin war alles. Wollen die doch glatt 30$ für diese Aufzugfahrt und Ausblick. Da bin ich doch erst mal zügigen Schrittes zu Kris Sprachschule gelaufen, wo ich mich mit ihm und seinen Freunden um 14:15 Uhr verabredet hatte, um eine kleine Stadterkundung durchzuführen. Um diesen Blogeintrage kurz zu halten fasse ich zusammen was ich die nächsten Tage in Toronto, Ontario gemacht habe. Unter anderem habe ich die 30$ geopfert und den Turm bestiegen, das Hippiviertel Kingston erkundet und einen Teil der längsten Straße der Welt, Yonge Street, entlang gegangen. Außerdem sind wir nach Toronto Island gefahren und konnten dort einem sehr witzigen Rollerskater bewundern (siehe Video) und auch einen traumhaften Blick auf die Skyline Torontos erhaschen. Samstagabend sind wir noch in einen sehr guten Club mit nur 3$ Eintitt gegangen und haben erst mal ordentlich gefeiert. Nachts mit dem Nachtbus nach Hause und den Sonntag geschlafen, gegammelt und gepackt. Gepackt? Sonntagabend hieß es für mich ab in den Bus und auf nach… New York City! Das wiedersehen mit Kris und die Zeit in Toronto war wirklich toll und Toronto ist wirklich eine schöne Stadt, in der man viel entdecken kann! Doch New York…war unfassbar atemberaubend!

10 Stunden nahm die Busfahrt von Toronto nach New York City in Anspruch, die ich, wie immer, kostensparend wie ich bin über Nacht gemacht hab. Wie ich Tage später herausgefunden habe bin ich in NYC am Port Authority Bus Terminal angekommen. Ein riesen Ding in dem ich Probleme hatte mich zurecht zu finden. Als ich dann aber den Weg zum Subway gefunden und ich wusste, dass ich die Nummer 1 zum Hostel nehmen muss, stellte sich die Frage in welche Richtung: Downtown, oder Uptown, the Bronx. The Bronx? Nee, da wohne ich doch bestimmt nicht. Ich hab aber trotzdem nochmal, klug wie ich bin, einen Polizisten gefragt der mir sagte: Uptown. Gut gefragt zu haben! Ich also rein und 103. ausgestiegen. Hab dann auch das Hostel direkt gefunden und eingecheckt. Der erste Tag war verdammt regnerisch. Es hat um ehrlich zu sein dauerhaft geschüttet. Ich hab ich davon aber nicht abschrecken lassen und hab tapfer die Stadt erkundet. Uptown, downtown alles durch und danach nicht mehr ganz so verwirrt die Stadt wahrnehmen. Auf jeden fall riesig ist diese Stadt, das war mein erster Eindruck. Für den gesamten Aufenthalt in NYC hatte ich sechs Tage eingeplant (Mo-Sa) und die waren auch genug um die gesamte Stadt zu erkunden. So konnte ich Dienstag nochmal bei schönem Wetter die Stadt erkunden, Mittwoch den ganzen Tag im Central Park verbringen und Donnerstag in eine Outlet Mall fahren, in der ich 200€ auf den Kopf gehauen hab und dort auch zwei Deutsche kennengelernt habe mit denen ich mich Freitag nochmal getroffen. Doch bevor ich zum Freitag komme muss ich noch erwähnen, dass einer in meinem 10-Bett-Zimmer Nachts dermaßen geschnarcht hat, dass das komplette Zimmer wach war. Ich habs mir fünf Minuten angehört und ihn dann geweckt. Es war sowas von laut. Echt unglaublich. Naja auf jedefall bin ich Freitags dann noch ein bisschen durch die Stadt und hab mich anschließend mit den zwei Deutschen getroffen und wir sind zusammen aufs Rockefeller Center gegangen und anschließend dann noch ins Mamma Mia Musical am Broadway. Das Ticket dafür haben wir für 31,50$ ergattern können. Eigentlich wollten wir Stehplatzkarten haben, die rausgegeben werden, wenn die Sitzplätze ausverkauft sind und nur 20$ kosten. Leider war es nicht ausverkauft und so haben wir dann Sitzplatzkarten für den genannten Preis bekommen. War zwar ziemlich weit vorne und außen, aber 31,50$ für ein Broadway Musical – schon geil. Daraufhin sind wir dann noch in eine Rodeo Bar und haben uns ein zwei frozen Mojito getrunken (was ich eigentlich nicht darf, denn wie jeder weiß bin ich keine 21, aber die dumme Kellnerin hat meinen Führerschein nicht gecheckt und so hat sie mir das dann gegeben :D). War echt ne Menge Spaß.

Der nächste Tag hatte auch etwas tolles im Petto. Ich hab mich nämlich mit Francie in NYC getroffen. Sie macht nämlich au pair in Pennsylvania und ist für den Tag nach NYC gefahren. Wir zwei haben dann einen sogenannten „One-Dollar-Walk“ gemacht. Dafür mussten wir nach Queens (was uns erst später aufgefallen ist…), ein Stadtteil von NYC, und in verschiedenen Bäckereien und Restaurants, die uns aus einer Zeitschrift bekannt waren (genauso wie die ganze Route), eine bestimmte Köstlichkeit, oder auch wirkliches Geschmackserlebnis, für einen Dollar oder weniger kaufen. Dabei entdeckten wir unsere Vorliebe für indische Süßigkeiten und unsere Abneigung gegen so mexikanisches Pita Brot mit ekeligem Bohnenmouse! Zu uns aller erstaunen haben diesen walk bestimmt 8 Leute mit uns gemacht, die wir dann immer mal wieder auf unserem Weg durch Queens getroffen haben. War echt ein witziger Tag mit jeder Menge einzigartiger Eindrücke mit dem Mund und mit den Augen ;-)

Abends hat Francie mich dann mit zu ihrer Gastfamilie nach Pennsylvania genommen, wo ich auch zwei Nächte übernachtet habe. Wir sind auf dem Heimweg nur knapp dem Bobenanschlag entkommen, weil wir nämlich zu diesem Zeitpunkt sogar unter dem Timessquare waren und zum Subway gelaufen sind. Schon aufregend irgendwie…

Der Sonntag gestaltete sich wie folgt: Nachdem wir versucht hatten früh aufzustehen und daran gescheitert waren kamen wir viel zu spät zu dem au pair Treffen mit Brunch, was aber kein Problem war. Das Brunch war richtig gut und reichlich und somit sind wir vollgestopft zum Auto und hatten mit noch zwei anderen Au pairs überlegt was wir machen könnten. Das geht ja schnell könnte man meinen. Gings aber nicht. Es war ein seeehr schwieriges unterfangen etwas zu finden was allen gefällt und so konnte uns das Gespräch mit der Hotelmanagerin des Hotels ,in dem wir gebruncht haben, über Aktivitäten in der Umgebung nicht viel weiter helfen. Entschieden haben wir uns dann für Minigolf. Hingefahren und festgestellt, dass der Minigolfplatz ein totaler Flopp war. Wieder ewig überlegt was man machen könnte und dann endlich auf Kino entschieden. Voher sind wir dann aber noch ins Red Robin, ein Restaurant gegangen, in dem wir ein zwei Getränke trinken wollten. Glücklicherweise für uns und Pech für eine der beiden anderen Au pairs hat die Kellnerin das Getränk über diese verschüttet. Komplett nass war sie :D Das gute an der Sache war, dass wir alle Getränke kostenfrei bekommen hatten und auch noch nachbestellen konnten. Sehr gut! Anschließend Kino und dann nach Hause ins ersehnte Bett!

Der nächste Tag war mega geil. Francie hatte diesen auch noch frei und so konnten wir zu den Bushkill Falls fahren, die Niagara Fälle von Pennsylvania. Dort haben wir die große Wanderrouter durch schönste Natur gemacht und viele Wasserfällte bewundern können. War wirklich beeindruckend! Nach einem leckeren Essen im Red Robin hieß es dann Abschied nehmen, weil ich weiter reisen musste. Zu den wahren Niagara Fällen!

Am nächsten morgen kam ich dort auch an. Dieser Tag verbirgt nicht so viel Interessantes. Man muss sie einfach gesehen haben, um zu wissen wovon ich rede. Ich bin auf jedenfall von der Greyhound Station eine halbe Stunde zu den Fällen gelaufen und aus dem Staunen nicht mehr raus gekommen. Wahnsinn wie das Wasser von jetzt auf gleich 52m in die Tiefe stürzt. Die Bootsfahrt zu den Fällen hab ich mir auch mal gegönnt und dadurch die Fälle hautnah erlebt. Wirklich hautnah. Ich war nass von Kopf bis Fuß und hatte dabei so viel Spaß. Ich hab so gelacht, wie jeder andere auf dem Schiff. War wirklich toll. Auch die Stadt an den Fällen ist sehenswert. Die sieht mehr aus wie ein Freizeitpark als eine Stadt und besitzt ein Riesenrad, verschiedene Waxkabinette und Gruselhäuser. Echt toll anzusehen. Nachdem ich dann auch wieder eine halbe Stunde zurück gelaufen bin und dabei nur knapp dem Regen entkommen konnte hieß es auf nach Toronto. Zurück zu Kris und seinen Freunden.

1 Kommentar:

  1. Geht doch !!! Muss man dir nur mal sagen, dass die vielen Leute draussen in der Welt auf deine Wort warten und du uns nicht einfach so hängen lassen darfst... NIE WIEDER!!!

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